Künstliche Intelligenz ist in Schweizer Unternehmen angekommen – von der automatisierten Kundenkommunikation bis zur Risikobewertung. Was vielerorts fehlt, sind Fachleute, die KI-Projekte nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch, rechtlich und ethisch verantwortungsvoll steuern. Genau das ist die Rolle des KI-Managers. Dieser Artikel zeigt, welche Ausbildung dahin führt.

Was macht ein KI-Manager?

Ein KI-Manager (auch AI Manager oder AI Governance Manager) verantwortet den geordneten Einsatz von künstlicher Intelligenz in einer Organisation. Typische Aufgaben:

Die Rolle entsteht derzeit in Banken, Versicherungen, Industrie, Gesundheitswesen und der öffentlichen Verwaltung – oft als Erweiterung bestehender Funktionen in IT-Leitung, Compliance, Datenschutz oder Qualitätsmanagement.

Welche Ausbildung führt zum KI-Manager?

Einen geschützten Berufstitel «KI-Manager» gibt es nicht. Was in Stellenausschreibungen und Mandaten zählt, sind international anerkannte Zertifizierungen, die belegbares Wissen nachweisen. Zwei Wege haben sich etabliert:

Weg 1: ISO/IEC 42001 – der Standard für KI-Managementsysteme

ISO/IEC 42001 ist der weltweit erste zertifizierbare Managementsystem-Standard für künstliche Intelligenz (AIMS, Artificial Intelligence Management System). Wer ihn beherrscht, kann in Organisationen ein strukturiertes KI-Management aufbauen – analog zu ISO 27001 in der Informationssicherheit. Die Ausbildungsstufen:

StufeDauerFür wen
ISO/IEC 42001 Foundation2 TageEinsteiger, Führungskräfte, die den Überblick brauchen
ISO/IEC 42001 Lead Implementer5 TageWer ein KI-Managementsystem aufbauen und betreiben will – der Kern der KI-Manager-Rolle
ISO/IEC 42001 Lead Auditor5 TageWer KI-Managementsysteme prüfen und auditieren will

Weg 2: Certified AI Manager (CAIM)

Der Certified AI Manager (CAIM) von PECB ist direkt auf die Management-Rolle zugeschnitten: KI-Strategie, Use-Case-Bewertung, Team- und Projektführung, Ethik und Governance. Der Kurs dauert 5 Tage und schliesst mit einer Open-Book-Prüfung (Essay-Typ, 3 Stunden) ab. Er eignet sich besonders, wenn Sie KI-Initiativen führen, ohne selbst Modelle zu entwickeln.

Unsere Empfehlung für die meisten Profile

Ohne Vorkenntnisse: mit ISO/IEC 42001 Foundation starten (2 Tage), danach Lead Implementer oder CAIM je nach Rollenfokus – Systemaufbau versus Führung. Mit Erfahrung in Compliance oder Informationssicherheit können Sie direkt in eine 5-Tages-Stufe einsteigen; wir beraten Sie gerne unverbindlich.

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So läuft die Zertifizierung ab

  1. Format wählen: Self-Study, eLearning, Live-Online-Training oder Präsenzschulung – je nachdem, wie viel Struktur und Interaktion Sie möchten. Für Teams sind Inhouse-Schulungen möglich.
  2. Vorbereiten: Sie arbeiten mit den offiziellen PECB-Kursunterlagen; bei trainergeführten Formaten begleitet Sie ein erfahrener Instruktor.
  3. PECB-Prüfung ablegen: online mit Fernaufsicht oder im Prüfungszentrum. Foundation: Multiple-Choice, 1 Stunde. Lead-Stufen und CAIM: Essay-Typ, Open Book, 3 Stunden. Bei Nichtbestehen können Sie die Prüfung innert zwölf Monaten kostenlos wiederholen.
  4. Zertifikat erhalten: Prüfung und Zertifikat werden von PECB ausgestellt und sind in über 150 Ländern anerkannt.

Lohnt sich die Ausbildung?

Der Bedarf an KI-Governance-Kompetenz wächst schneller als das Angebot an Fachleuten. Mit dem EU AI Act, der schrittweise verbindlich wird, brauchen auch viele Schweizer Unternehmen mit EU-Bezug dokumentierte KI-Prozesse – und Menschen, die sie verantworten. Eine anerkannte Zertifizierung ersetzt keine Berufserfahrung, macht Ihre Kompetenz aber sichtbar und vergleichbar: für interne Rollenwechsel ebenso wie für Bewerbungen und Mandate.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Studium?

Nein. Die PECB-Zertifizierungen stehen auch Berufsleuten ohne einschlägiges Studium offen. Erfahrung in IT, Compliance, Datenschutz oder Projektleitung ist eine gute Ausgangslage.

Muss ich programmieren können?

Nein. KI-Management ist eine Governance-Disziplin: Es geht um Prozesse, Risiken und Verantwortlichkeiten, nicht um Modellentwicklung. Technisches Grundverständnis hilft, wird im Kurs aber aufgebaut.

Wie lange dauert es insgesamt?

Foundation: 2 Kurstage. Lead Implementer oder CAIM: 5 Kurstage plus individuelle Prüfungsvorbereitung. Im Self-Study oder eLearning bestimmen Sie das Tempo selbst.

Ihre KI-Ausbildung mit Zertavis

Zertavis ist offizieller PECB-Partner mit Sitz in der Schweiz. Sie erhalten die offiziellen Kursunterlagen, wählen Ihr Trainingsformat und werden bis zur Prüfungsanmeldung persönlich begleitet.

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Zertavis ist offizieller PECB-Partner. Prüfungen und Zertifikate werden durch PECB ausgestellt. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung; Stand: Juli 2026.