Ein Cyberangriff legt die Systeme lahm, ein Lieferant fällt aus, ein Rechenzentrum brennt: Ob ein Unternehmen solche Ereignisse übersteht, entscheidet sich lange vorher – im Business Continuity Management (BCM). ISO 22301 ist der internationale Standard dafür, und zertifizierte Fachleute sind in der Schweiz zunehmend gesucht.
Was ist Business Continuity Management?
BCM beantwortet eine einfache Frage systematisch: Wie halten wir die kritischen Abläufe am Laufen, wenn etwas Gravierendes passiert? Dazu gehört, die geschäftskritischen Prozesse zu identifizieren (Business-Impact-Analyse), tolerierbare Ausfallzeiten festzulegen, Notfall- und Wiederanlaufpläne zu entwickeln und diese regelmässig zu üben. ISO 22301 giesst das in ein zertifizierbares Managementsystem (BCMS) – mit derselben Grundstruktur wie ISO 27001 oder ISO 9001.
Warum die Nachfrage steigt
- Cyberrisiken: Ransomware-Vorfälle machen Wiederanlauffähigkeit zur Überlebensfrage – Informationssicherheit und BCM wachsen zusammen.
- Regulierung: Im Finanzsektor verlangen Aufsichtsvorgaben (etwa FINMA-Anforderungen an das BCM, für EU-Bezug auch DORA) belegbare Kontinuitätsvorsorge.
- Lieferketten: Kunden und Konzerne fordern von ihren Zulieferern zunehmend nachgewiesene BCM-Reife – bis hin zur ISO-22301-Zertifizierung.
Jede dieser Anforderungen braucht Menschen, die ein BCMS aufbauen und betreiben können. Genau dafür qualifiziert die Lead-Implementer-Ausbildung.
Die Ausbildung: ISO 22301 Lead Implementer
Der ISO 22301 Lead Implementer ist die praxisorientierte 5-Tages-Ausbildung für alle, die BCM verantworten sollen. Sie lernen unter anderem:
- ein BCMS nach ISO 22301 planen und einführen – vom Scope bis zur Freigabe durch die Leitung,
- Business-Impact-Analysen und Risikobewertungen durchführen,
- Kontinuitätsstrategien und Notfallpläne entwickeln, testen und verbessern,
- das BCMS auditieren lassen und auf die Zertifizierung der Organisation vorbereiten.
Die Prüfung ist eine Open-Book-Prüfung im Essay-Format (3 Stunden), abgelegt online mit Fernaufsicht oder im Prüfungszentrum. Bei Nichtbestehen wiederholen Sie kostenlos innert zwölf Monaten. Das Zertifikat stellt PECB aus – anerkannt in über 150 Ländern, 31 CPD-Punkte inklusive.
Einstieg oder Prüferrolle?
Für den kompakten Überblick gibt es die 2-tägige Foundation-Stufe, für die Audit-Perspektive den Lead Auditor. Wir beraten Sie gerne, welche Stufe zu Ihrer Rolle passt.
Offerte anfragenFür wen lohnt sich die Weiterbildung?
Typische Profile sind IT-Leiterinnen und Sicherheitsverantwortliche in KMU, Risk- und Compliance-Manager in Banken und Versicherungen, Berater sowie Verantwortliche für Krisenmanagement in Industrie und öffentlicher Hand. Wer bereits mit ISO/IEC 27001 arbeitet, ergänzt sein Profil mit ISO 22301 besonders wirkungsvoll: Die beiden Standards teilen die Grundstruktur, und viele Unternehmen besetzen Informationssicherheit und BCM in Personalunion. Mehr zur 27001-Ausbildung im Artikel ISO 27001 Weiterbildung.
Formate: berufsbegleitend oder kompakt
Wie alle Zertavis-Kurse ist die Ausbildung als Self-Study, eLearning, Live-Online-Training oder Präsenzschulung verfügbar – für Teams auch inhouse. Im Self-Study bestimmen Sie Tempo und Prüfungstermin selbst, ideal neben dem Beruf.
Ihre BCM-Ausbildung mit Zertavis
Zertavis ist offizieller PECB-Partner mit Sitz in der Schweiz. Sie erhalten die offiziellen Kursunterlagen und werden bis zur Prüfungsanmeldung persönlich begleitet.
Zum ISO 22301 KursüberblickZertavis ist offizieller PECB-Partner. Prüfungen und Zertifikate werden durch PECB ausgestellt. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung; Stand: Juli 2026.